Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht;

hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.

Jesaja 9/1


Missionseinsatz in Papua Neuguinea (Oktober – November 2016)

Von Friedemmann Urschitz, Liebenzeller Mission Österreich

  Vor ein paar Tagen kam ich wieder von einem Einsatz aus PNG zurück. Es war wieder eine sehr   ausgefüllte und bewegte Zeit mit vielen Begegnungen. Das oben stehende Wort passt gut zur Situation in vielen Dörfern der Ost Sepik Provinz von Papua Neuguinea.

In den Dörfern gibt es keine Stromversorgung. Die einzigen Lichtquellen sind Feuer oder Kerosinlampen. Die Kosten des Kerosins werden durch beschwerlichen Transport immer höher und auch die Lichtquelle ist nicht besonders gut. So war das „Solar Lampen Projekt" genau das Richtige! Wie schon im letzten Jahr angekündigt konnte dieses Projekt nun verwirklicht werden. 100 Solar Lampen, hergestellt vom Entwicklungshilfeverein „solarprojekt-freilassing e. V." in Freilassing, wurden Ende des Sommers per Schiff nach PNG geschickt und kamen rechtzeitig und gut an. Diese Lampen sind einfach und robust und somit bestens geeignet für die Buschdörfer. Es gibt nur Anschaffungskosten und so gut wie keine Wartungskosten, die Sonne gibt es umsonst! So leuchten nun in vielen Buschhütten, Kirchen und Krankenstationen bereits diese Lampen. Was für eine Hilfe und Ermutigung für die Leute! Danke für die Unterstützung dieses Projektes.

 

Neben der praktischen „Lichtverteilung" konnte ich oft in verschiedenen Gemeindeversammlungen die Botschaft vom wahren LICHT, dem Retter und Heiland der Welt weitergeben. Es ist immer wieder ein Wunder, zu erleben, wie der Herr Menschen aus ihrer Dunkelheit befreit und sie Jesus als das LICHT erkennen dürfen, der Hoffnung und Frieden schenkt.

Auch konnte ich wieder verschiedene Reparaturarbeiten und Wartungsarbeiten an Funksprechanlagen durchführen und viel Zeit für Gespräche und Gemeinschaft mit den Einheimischen verbringen. Wenn ihr noch mehr Infos haben möchtet, komme ich gerne in eure Gemeinden und Hauskreise.

Download: pdf-Datei: "RB Liebenzeller Mission 12/2016"

 

Solarlampen für Entwicklungsländer

1. Ausgangssituation

Mehr als 2 Milliarden Menschen steht kein elektrischer Strom und damit keine elektrische Beleuchtung zur Verfügung. Die Zahl der Petroleumlampen allein in Afrika wird auf mehr als 50 Millionen geschätzt. Je Lampe werden jährlich ca. 35 Liter Petroleum verbrannt, entsprechend ca. 80 kg CO2 pro Jahr ausgestoßen. Das Licht der Petroleumlampe ist schwach und mit einer gesundheitsschädigenden Ruß- und Geruchsbelästigung verbunden. Der Einkauf von Petroleum belastet die Nutzer finanziell erheblich und kostet die Entwicklungsländer wertvolle Devisen.

Mit der Montage und dem Vertrieb von Solarlampen können in kleinen Projekten Verdienstmöglichkeiten geschaffen werden.

Wir favorisieren ein System, das ausgewählte Projekte mit einem "Startkapital", bestehend aus Lampenbausätzen oder fertig montierten Lampen, ausstattet, um damit die Betreiber der Projekte zur Selbständigkeit zu führen. Das könnte das System Geldgeber-Empfänger ablösen und Eigeninitiative und Kreativität fördern.

Solarlampe A-Light S (speziell für den Einsatz in "Entwicklungsländern" konzipiert)

  • mit 200 lm um ein Vielfaches helleres Licht als das der Petroleumlampe

  • 3 Helligkeitsstufen

  • völlig ohne gesundheitsschädigende Belästigung

  • gefahrlos

  • keinerlei CO2-Ausstoß

  • robuste Bauweise

  • hohe Betriebssicherheit (u. a. Überladungsschutz, kurzschluss- und verpolungssicher)

  • hohe Akzeptanz bei den potentiellen Nutzern, u. a. dank hoher Qualität

  • einfachste Handhabung und Nutzung, auch von Kindern, behinderten Menschen (z. B. leprakranken Menschen)

  • einfache Montage der Bausätze in den "Entwicklungsländern"

  • detaillierte Montageanleitung mit vielen Bildern

  • nur zwei Schraubendreher für die Montage erforderlich

  • einfacher Akku-Tausch

Beispiel: Einrichtung einer Montage-, Vertriebs- und Service-Werkstatt

  • Zunächst wird eine Anschubfinanzierung in Form von Bausätzen für Lampen, einschließlich Solarmodulen (Solargeneratoren) und Werkzeugen für ein lokal zu gründendes Projekt erforderlich sein.

  • Als Werkstatt-Ausstattung genügen ein Tisch und ein (verschließbarer) Schrank.

  • Eine Ausbildung des Personals für Montage, Vertrieb und Service ist nicht unbedingt erforderlich, aber wir sind dabei behilflich.

    Wir helfen Ihnen gerne, wenn Sie eine Werkstatt für Montage und Service in Entwicklungsländern einrichten wollen.
     

Finanzielle Einbeziehung der Nutzer, Folge-Investition

Die Lampen können verkauft oder verliehen werden. Beim Verleihen könnte von den Nutzern der Solarlampen bei Übergabe je Lampe eine Kaution (z. B. 5 €) und danach eine monatliche Nutzungsgebühr bezahlt werden. Diese Gebühr (z. B. 2 € bis 3 € pro Monat) sollte niedriger sein als die Kosten, die bisher für Kerosin oder Petroleum aufzuwenden waren und beinhaltet gleichzeitig die gesamten Wartungskosten. Mit diesen Einnahmen kann die Werkstatt wieder neue Solarsysteme beschaffen und so ihre Finanzierung auf Dauer sichern.

Zielsetzungen des Verleihsystems

  • Solarlampen stehen dem Nutzer sofort zur Verfügung, ohne lange Ansparzeit

  • Solarlampen nicht verschenken sondern die Nutzer im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligen

  • Mietgebühren in Höhe der aktuellen Brennstoffkosten

  • Kaution bei Übernahme der Lampe, um den sorgfältigen Umgang mit der Lampe zu fördern

  • Service, Reparatur und umweltgerechtes Recycling der verbrauchten Akkus sicherstellen

  • Ausweitung der geschäftlichen Tätigkeiten auf weitere Produkte, um die finanzielle Basis zu stärken

  • qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und dauerhaft sichern

  • Wichtigkeit des Umweltschutzes bewusst machen und gleichzeitig CO2 einsparen

  • Effektiver Umweltschutz = preisgünstige CO2 Einsparung

  • Durch den Einsatz der Solarlampen werden jährlich je Lampe ca. 80 kg CO2, und gleichzeitig wertvolle Devisen für Kerosin bzw. Petroleum eingespart.

Kontakt: solarprojekt-freilassing