Liebe Mitglieder des Entwicklungshilfevereins solarprojekt-freilassing e.V.

es ist wieder soweit:

Heute sende ich Euch die Einladung zur Jahreshauptversammlung am 25. Januar 2017

Er war wieder ein ereignisreiches Jahr.

"Wir sind Doktor" (von wem der Ausspruch stammt erkläre ich bei der JHV). Unser Zögling John P. John aus Tansania, den wir seit 2004 immer wieder mal mit Bausätzen für die Montage unserer Solarlampen in seiner Werkstatt in Kondoa und dann in Mbeya unterstützt haben, hat nach seinem Bachelor- und Masterstudium in Dar es Salaam nun seine Dissertation an der TU Berlin erfolgreich verteidigt. Er ist bereits wieder in Tansania. Für die letzten 4 Monate in Berlin konnten wir, mit einer schnellen und erfolgreichen Spendenakton sein abgelaufenes Stipendium ersetzen. Hier schon mal einen ganz GROßEN DANK an die Spender.

Doch alle diese Infos gibt es bei der JHV.

Es stehen auch wichtige Entscheidungen an und so bitten wir, unsere Vorstände Dr. Vigil Berleth, Peter Streichsbier, Wolfgang Pfautsch und ich, um zahlreiches Erscheinen. Es wird sehr interessant!

Mit sonnigen Grüßen

Siegfried Popp

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung des Vereins „solarprojekt-freilassing e. V." findet am

Mittwoch den 25. Januar 2017

im Hotel Rupertus, Martin-Oberndorfer-Str. in Freilassing statt.

Beginn 19:30

Hierzu ergeht herzliche Einladung.

 

Tagesordnung

1. Begrüßung und Bericht des 1. Vorstandes

2. 20 Jahre „Entwicklungszusammenarbeit."

3. Bericht des Schriftführers

4. Bericht des Kassiers

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung der Vorstandschaft

7. Neuwahlen

8. Zukünftige Vereinsarbeit

9. Wünsche und Anträge

Ein einziger Armreif klappert nicht. Afrikanisches Sprichwort

 

 

Arbeitsgemeinschaft „Partnerschaft schafft Energie“

Die Arbeitsgemeinschaft „Partnerschaft schafft Energie“ der Helene-Lange-Schule in Oldenburg arbeitet seit mehreren Jahren an einem sehr interessanten und, betrachtet man die Probleme der Energiewende und dem Klimawandel, auch brisanten Thema. Die Arbeitsgemeinschaft  wird gegenwärtig geleitet von Birgit Wittkopp, Maida Pech, Remo Jauernik und Christa Beime.

Als Material hat die Arbeitsgemeinschaft Bausätze für unsere A-Light S und home light 4 unseres Freundes Walter Zöhling ausgewählt.

Die Schüler montieren nicht nur Solarlampen, sondern erarbeiten sich das Thema mit interessanten Versuchen zur Technik und Fertigung und machen sich auch Gedanken, wie man Menschen in Südafrika mit modernem LED-Licht helfen kann.

 

Es macht natürlich besonderen Spaß, wenn man ein gutes
Produkt im Team montieren kann, ...

 


 … das dann auch noch funktioniert.

 

Es wurde sehr schnell der Wunsch nach einer „Low Budget Lamp“ wach.

   Die Schüler haben die Aufgaben schließlich bravourös
   geschafft.

 

Das Solarpanell wird richtig verdrahtet.

Messungen bei Sonnenschein

 

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren wollen, besuchen Sie die folgenden Internet-Seiten:

 https://www.hls-ol.de

https://suedafrikablog.hls-ol.de

 

Neue Informationen aus dem Kinderhort FOC in Dar es Salam:


Jahreshauptversammlung am 3. März 2015

Der 1. Vorsitzende Siegfried Popp konnte 27 Vereinsmitglieder und Gäste begrüßen.
Als Vertreter der Stadt Freilassing war der 3. Bürgermeister Herr Michael Hangl anwesend
. Siegfried Popp bedankte sich bei allen Mitgliedern, die durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten den Verein hilfreich unterstützen. Er begann seinen Bericht mit einem ausführlichen Rückblick auf die Geschichte und die zahlreichen Projekte des Vereins.

Der Verein engagiert sich seit 19 Jahren in der Entwicklungshilfe. In dieser Zeit wurden von Mitgliedern des Vereins über 34.000 ehrenamtliche Stunden geleistet und Siegfried Popp hielt über 50 Vorträge außerhalb des Vereins. Es wurden außerdem zahlreiche Arbeitseinsätze in Entwicklungsländern durchgeführt.

Mit Bildern, die die bittere Armut der Landbevölkerung in Tansania zeigen, leitete Siegfried Popp über zu dem neuesten Förderprojekt des Vereins: MFARIJI.
MFARIJI, heißt Tröster, das ist der Name eines Kinderhorts, der von Moses Vincent in Dar Es Salam aufgebaut wird. Ausführlich stellt Siegfried Popp in Wort und Bild das Projekt vor. Zur Zeit besuchen etwa 50 Kinder den Hort und erhalten Nahrung und Unterricht. Dringend benötigt werden Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände wie Stühle, Tische, Kleider, Unterrichtsmittel sowie Nahrung und sauberes Wasser.

Kassier Peter Streichsbier berichtete über die Finanzen des Vereins. Er stellte fest, dass die Verwaltungskosten nur 2,65 % der Gesamtausgaben betragen. Das sei ein absoluter Spitzenwert.   
Schriftführer Wolfgang Pfautsch berichtete, dass im vergangenen Jahr 2014 vier Vorstandsitzungen und eine Jahreshauptversammlung abgehalten wurden.
In dieser Zeit schrieb Siegfried Popp über 1.300 verschiedene E-Mails. Er erläuterte, wie schwierig es sei, unsere hochwertigen und technisch ausgereiften Solarlampen zu vertreiben. Viele Nutzer von Billigprodukten kehren aber nach einiger Zeit zu uns zurück.
Anschließend erklärte er, warum sich der Vorstand  für die Förderung des Projekts MFARIJI von Moses Vincent entschieden hat. "Wir wissen, dass bei der Unterstützung des Kinderhorts das Geld sinnvoll angelegt ist. Mit jedem Euro könne ein Kind einen Tag ernährt und unterrichtet werden." Es erfolgte ein Aufruf an die Anwesenden, das Projekt mit Spenden zu unterstützen
.

Der 2. Vorsitzende, Dr. med. Vigil Berleth erklärte, dass mit dem neuen Förderprojekt MFARIJI natürlich nicht der Vertrieb der Solarlampen eingestellt wird. Er dankte den Vereinsmitgliedern für deren Engagement und für ihre Unterstützung. Dann bat er Bürgermeister Hangl um ein Grußwort.

Bgm. Hangl erklärte, dass durch die vorbildliche Vereinsarbeit der Entwicklungshilfeverein „solarprojekt-freilassing e.V." ein gutes Aushängeschild für die Stadt sei und sprach seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Die Kassenprüfung durch Karl Ott und Florian Reiter ergab keine Beanstandungen. Es wurde eine vorbildliche und korrekte Kassenführung bescheinigt und damit konnte der Kassier und die Vorstandschaft entlastet werden.

Bei den Neuwahlen wurde die gesamte Führungsmannschaft mit einstimmigen Abstimmungsergebnissen wieder gewählt:

1. Vorsitzender: Siegfried Popp

2. Vorsitzender: Dr. med. Vigil Berleth

Schriftführer: Wolfgang Pfautsch

Kassier: Peter Streichsbier

Kassenprüfer: Karl Ott und (neu) Gerhard Mühlbauer


Kinder in Afrika brauchen unsere Hilfe

In 19 Jahren Entwicklungshilfearbeit, während der Arbeitseinsätze in Tansania, Ghana und Bolivien haben wir Erfahrungen vor Ort sammeln können. Unsere Experten berichten von beeindruckenden Erlebnissen. Wir haben freundliche, ja gastfreundliche Menschen, erlebt. Wir haben aber auch viele hilfsbedürftige Menschen getroffen. Uns bewegt vor allem die Not und Hilfsbedürftigkeit vieler Kinder.

Der langjährige Bekannte und immer hilfreiche Begleiter von Siegfried Popp bei seinen Arbeitseinsätzen in Tansania, Moses Vincent, will einen Kinderhort für benachteiligte Kinder im Norden von Dar es Salaam, aufbauen und hat mit einer kleinen Gruppe von Kindern begonnen.

Als er uns um Hilfe gebeten hat, haben wir in einer Vorstandssitzung beschlossen, im Rahmen unserer bescheidenen finanziellen Möglichkeiten, zu helfen.

Weil dieses Unternehmen aber sicher und nachhaltig geführt werden muss, haben wir einige Bedingungen stellen müssen. Die wichtigste Bedingung ist, dass Moses seinen Kinderhort registrieren lässt. Wenn wir ihm helfen sollen, muss er die Möglichkeit haben, schnell und sicher mit uns zu kommunizieren. Seine bisherige Arbeit macht Mut und bestätigt unser in ihn gesetztes Vertrauen.

Wir bitten daher unsere Mitglieder und Freunde des Vereins „solarprojekt-freilassing. e.V." um Spenden.

Spendenkonto:

Kontoinhaber: solarprojekt-freilassing e. V.

Kontonummer: 57 737

Bankinstitut: SPK BGL

Bankleitzahl: 710 500 00

IBAN: DE18 7105 0000 0000 0577 37

SWIFT-BIC: BYLADEM1BGL

Kennwort: Mfariji

 

Bitte beachten Sie den Zeitungsartikel aus dem „Freilassinger Anzeiger" vom 27. Februar 2015:

Freilassinger Verein unterstützt Kinderhort in Tansania

„solarprojekt-freilassing.de" beschreitet neue Wege bei der „Hilfe zur Selbsthilfe"

FREILASSING (st) - Es ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte: In rund 30 Ländern der Erde sind inzwischen die Solarlampen im Einsatz, die in Freilassing entwickelt wurden. In einigen dieser Länder gibt es sogar Werkstätten für die Montage und die Verbreitung dieser innovativen Technologie. Alles entstand 1996 mit einer Idee von Berufsschülern und ihres Lehrers Siegfried Popp. Seit geraumer Zeit setzt nun der Entwicklungshilfeverein „solarprojekt-freilassing.de" die Arbeit fort. Er hat sich für 2015 viel vorgenommen und unterstützt unter anderem den Aufbau eines Kinderhorts in der tansanischen Metropole Dar es Saalam.

Die Solarlampe, deren Prototyp  in der Freilassinger Berufsschule für den Einsatz in Entwicklungsländern konstruiert und dann mit Unterstützung regionaler Ausbildungsbetriebe hergestellt wurde, wurde ständig weiterentwickelt. Inzwischen gibt es sie bereits in der vierten Generation. Rund 13.000 Exemplare bringen Licht in Hütten von Menschen, die keinen Stromanschluss haben und bisher auf Petroleumlampen angewiesen waren. Das Ölprodukt ist nicht nur teuer und umweltschädlich, es kommt auch immer wieder zu verheerenden Bränden. Dagegen wird die Solarlampe mit der Kraft der Sonne aufgeladen und spendet damit kostenlos und umweltfreundlich Licht. Initiator und Vereins- vorsitzender Siegfried Popp:
„Ich bin dankbar, dass wir mit unseren hochwertigen Solarlampen vielen Menschen zu hellem, gesundem, ungefährlichem Licht verhelfen konnten. Die Lampen und unser Konzept haben Vorbildfunktion und sind so erfolgreich, dass sie in den vergangenen Jahren schon mehrfach nachgeahmt wurden."
Für Siegfried Popp und seine Mitstreiter ist das aber nicht genug. Von Anfang an hatte es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, weltweit Hilfsbedürftige zu unterstützen, um ihnen durch Hilfe zur Selbsthilfe ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Besonders wird dabei der Einsatz erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern gefördert, vorrangig die Sonnenenergie, die etwa in Afrika im Überfluss zur Verfügung steht. Ein weiteres Anliegen ist die Ausbildung Jugendlicher und hierbei vor allem die Vermittlung des Umweltschutzes. Der Verein baute Solarwerkstätten in Entwicklungsländern auf, sorgte dafür, dass sich junge Menschen in Entwicklungsländern beruflich qualifizieren konnten und gab Beihilfen zum Studium. Dazu Siegfried Popp: „Wir denken, dass sich die Situation der Menschen in sogenannten Entwicklungsländern nur über den Weg einer besseren Schulbildung und Ausbildung ändern wird. Leider haben viele Kinder keinen Zugang zu guter Schulbildung."

Vorprojekt für Kinderhort
Für 2015 und die folgenden Jahre hat sich der Verein viel vorgenommen. „Unser Wohlstand verpflichtet uns zur Hilfe", so Siegfried Popp. „Wir wollen unserer gesellschaftlichen Verpflichtung nachkommen und mit dem Aufbau einer Einrichtung für benachteiligte Kinder einen kleinen Beitrag leisten." Aktuell soll ein im Aufbau befindlicher Kinderhort in Dar es Salaam unterstützt werden. Er trägt den Namen MFARIJI. Das heißt Tröster. Dafür läuft unter der Leitung von Moses Vincent, einem langjährigen Bekannten und immer hilfreichen Begleiter bei den Arbeitseinsätzen von Siegfried Popp in Tansania, ein „Vorprojekt".
Zunächst 50 Kinder sollen dort regelmäßige Mahlzeiten bekommen. Sie erhalten Vorschulunterricht, lernen Lesen, Schreiben und Rechnen. Auf dem Stundenplan stehen ferner Sport und traditionelle Tänze. Für ältere Kinder und junge Erwachsene stehen Kursangebote zur Verfügung wie Nähen, Englisch oder Computerkurse und vieles mehr. Viele Vorarbeiten müssen erledigt werden. So müssen Möglichkeiten der schnellen Kommunikation per EMail geschaffen werden. Es müssen Kalkulationen und Finanzierungspläne erstellt werden. Das sind auch die Voraussetzungen für die Registrierung des Kinderhorts. Ein Gebäude steht schon zur Verfügung. Es wird nun Zug um Zug zu einem funktionellen Heim ausgebaut. Dazu müssen Installationen für Wasser und elektrischen Strom, sowie sanitäre Einrichtungen geschaffen werden. Die Ausstattung der Klassenräume, einer Küche und Schlafräume ist eine weitere große Hürde, die noch zu bewältigen sein wird.
Kinder, ganz besonders Mädchen, sind in Entwicklungsländern von Armut, Ausbeutung, Gewalt und sogar Sklaverei bedroht. Eine Möglichkeit, diesen Bedrohungen zu entgehen ist eine gute Schulbildung. Doch der Zugang zu Schulbildung ist vielen Kindern nicht möglich. Die Anzahl der benachteiligten Kinder nimmt ständig zu. Das sind Kinder, die im Haushalt, auf dem Feld mitarbeiten, auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen, Wasser und Feuerholz beschaffen  müssen, die bei der Versorgung von Familienangehörigen mithelfen müssen, weil Vater, oder Mutter, oder sogar beide durch AIDS umkamen, Straßenkinder, die meist als kriminell abgestempelt werden und Gewalt von allen Seiten erleben, behinderte Kinder oder auch Mädchen, die wegen Schwangerschaft die Schule verlassen mussten. Für diese große Aufgabe ist der Verein auf die Hilfe großzügiger Spender angewiesen. Neben der Renovierung und Ausstattung des Gebäudes sind die laufenden Kosten eine große Belastung. Eine einfache tägliche Mahlzeit mit Getränken kostet pro Kind und Monat derzeit 15 Euro. Unterricht und Verpflegung eines Kindes schlagen im Monat mit 20 bis 25 Euro zu Buche.
„Wir freuen uns über Einzelspenden in jeder Höhe. Ihre Spende kommt zu 100 Prozent dem Projekt zugute", verspricht Siegfried Popp.

 

Ab 2016: Wie geht s weiter?

Bei dem Antrag auf Registrierung als NGO (Nichtregierungs-Organisation) musste ein neuer Name gesucht werden, da MFARIJI, ein gern verwendeter Name für Hilfsprojekte, bereits vergeben war.
Der neue Name für den Kinderhort ist „FRIENDS OF CHILDREN" (FOC). Die Registrierung liegt vor.
Damit werden Entscheidungen für Unterstützung durch den Vorstand des Vereins „solarprojekt-freilassing e.V." leichter.


Für Informationen zum aktuellen Stand der Entwicklung des Projekts FOC klicken Sie bitte auf folgenden LINK: FOC.pdf
Neue Bilder finden Sie hier in unserer Bildergalerie.

Straßenkinder finden ein Zuhause

Der Entwicklungshilfeverein ,,solarprojekt-freilassing" unterstützt einen Kinderhort in Dar es Salaam

Freilassing. seit 2014 unterstützt der Entwicklungshilfeverein ,,solarprojekt-freilassing" den Kinderhort ,,Friends of Children" (FOC) in Dar es Salam, Tansania.

Elke Dieterich von ,,Manager für Menschen" war im Januar und April 2016 als ehrenamtliche Beraterin dort und hat nun ihren Bericht abgeliefert.

Der Freilassinger Entwicklungshilfeverein ist bekannt für die Fertigung hochwertiger Solarlampen und deren Verbreitung in Entwicklungsländern. Im Jahr 2004 hat Vorsitzender Siegfried Popp Moses Vincent in Tansania getroffen. Er war seitdem sein treuer Begleiter bei den Arbeitseinsätzen in dem ostafrikanischen Land. Als Moses im Jahre 2014 in Dar es Salam einen Kinderhort gegründet hatte, bat er den Entwicklungshilfeverein um Unterstützung. Nachdem er am 20. Mai 2015 als NGO (nichtstaatliche Organisation) registriert worden war, war der Weg frei für finanzielle Unterstützung.

Ziel des FOC ist es, benachteiligten Kindern, Straßenkindern und Waisenkindern zu helfen, indem sie in geschützter Umgebung tagsüber untergebracht werden und im Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch unterrichtet werden, um ihnen den Zugang zur Grundschule zu ermöglichen. Zusätzlich werden auch Singen, Sport und Spiele angeboten. Es gibt zwei Klassenräume, Küche, Toiletten und einen Innenhof. Um einen dritten Klassenraum fertig zustellen und alle Räume einrichten zu können, braucht Moses Vincent dringend Installationsmaterial für Wasser- und Stromversorgung sowie Einrichtungsgegenstände wie Tische, Stühle, Matratzen, Essgeschirr oder Unterrichtsmaterialien. Dafür liegt ein Kostenvoranschlag über 12 000 Euro vor. Der Entwicklungshilfeverein ,,solarprojekt-freilassing" will diesen Betrag in Teilbeträgen, je nach Fortschritt der Maßnahmen und entsprechender Berichte, zur Verfügung stellen. Betriebskosten (Strom, Wasser, Nahrungsmittel, Schulhefte oder Schuluniform) werden vom Entwicklungshilfeverein nicht übernommen.

Derzeit sind 100 Kinder eingetragen, doch die Anzahl derjenigen, die regelmäßig betreut und versorgt werden, schwankt sehr. Die Eltern müssen Schulgebühren bezahlen, für Halbtagsbetreuung sechs Euro und zehn Euro für ganztags. Doch fließen diese Gebühren recht zögerlich und unregelmäßig, weil manche Eltern nicht zahlen können. Auch in der Ferienzeit werden keine Schulgebühren bezahlt. So bleiben nur zehn Monate für (unregelmäßige) Einnahmen. Davon werden drei Lehrerinnen bezahlt und die Kinder mit Getränken und Mittagessen versorgt. Der Monatslohn der Lehrerinnen beträgt zwischen 70 und 90 Euro. Die Kinder bekommen am Vormittag Uji (Maisbrei) und mittags Reis mit Gemüse oder Reis mit Bohnen in ausreichender Menge und manchmal auch Reis mit Fleisch und Soße. Moses Vincent hat eine Frau und zwei Kinder. Sein Sohn, er hat ihn Popp genannt, leidet unter Albinismus. Er hat eine sehr starke Sehschwäche und ist sehr aggressiv. Ab 2017 müsste er in die Grundschule. Aus Sicherheitsgründen - Albinos sind in der Gesellschaft bei Leib und Leben bedroht, weil nach einem Aberglauben, beziehungsweise Geisterglauben, Gliedmaßen von Albinos zu Reichtum und Wohlstand verhelfen - und natürlich wegen der Sehschwäche und Aggressivität müsste er eine Sonderschule besuchen. Das sind besondere Belastungen für die Familie. Zu allem Unglück leidet auch das zweite Kind, die Tochter Happiness, geboren im November 2015, unter Albinismus.

Im Januar und April war Elke Dieterich als Beraterin und zur Evaluation im Kinderhort FOC. Dort hat sie auch an mehreren Tagen Moses in die Geheimnisse von Excel eingewiesen. Er muss monatlich einen Bericht in Form einer Excel-Tabelle und dazugehörige Quittungen und Rechnungen an den Verein ,,solarprojekt-freilassing" senden.

Elke Dieterich ist die Geschäftsführerin von ,,Manager für Menschen", einer GmbH, die seit 2011 erfolgreich Fach- und Führungskräfte als Berater auf Zeit in soziale Projekte vermittelt, innovative Sabbatical- und Personalentwicklungsprogramme für Unternehmen konzipiert und in allen Phasen der Umsetzung begleitet. Zur Berichterstattung wurde sie nach Freilassing eingeladen, um dem Vereinsvorstand ausführlich den Ist-Stand der Entwicklung des FOC zu erläutern, Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren (SWOT-Analyse) aufzuzeigen und, gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Siegfried Popp, Dr. med. Vigil Berleth, Peter Streichsbier und Wolfgang Pfautsch, die weitere Vorgehensweise der Förderung zu besprechen. Ihre zusammenfassende Beurteilung: ,,Das ist ein charmantes Projekt, das Förderung verdient."

Ein weiteres Projekt wurde von Elke Dieterich wieder aktiviert:

Weil die Kontakte zu Mary Roman, einer jungen Frau, deren Studium vom Verein ,,solarprojekt-freilassing" finanziert wird, abgebrochen waren, hatte Elke Dieterich eine weitere Aufgabe in Dar es Salam zu erfüllen: Sie führte mehrere Gespräche mit ihr und dem Direktor des ,,Royal College of Tanzania" (RCT), um die Fortführung des Studiums zu erwirken. Mary Roman hatte wegen des Todes ihres Vaters das Studium abgebrochen. Nun legte sie im Juni weitere Prüfungen ab. Das Studium soll 2017 abgeschlossen werden.

,,Wir sind froh und dankbar, dass wir während des dreitägigen Besuchs von Elke Dieterich umfangreiche und fruchtbare Gespräche führen konnten", resümierte Vorsitzender Siegfried Popp. Soweit es die Finanzen erlauben, soll diese Art der Entwicklungshilfe, neben der Fertigung und dem Vertrieb von Solarlampen, fortgeführt werden.